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Gästebuch

26.07.2010

Wie grauenhaft langweilig, wie armselig, wie furchtbar ereignislos muss das Leben mancher Menschen sein. Das fragte ich mich, als ich heute Morgen nach 3 Wochen Abwesenheit wieder meinen Dienst aufnahm. Da erwartete mich nämlich ein Schriftstück, welches Auskunft darüber begehrte, was ich denn so getrieben hätte, als ich dem Dienst fern blieb. Schließlich habe man doch dieses und jenes hier auf der Homepage gelesen. 

Es gibt also Kollegen, die meine Homepage lesen. Das erfreut des Autoren Herz. Aber siehe da, sie suchten hier nur nach Informationen, die belegen sollten, wie abgrundtief böse und niederträchtig dieser Möchtegern-Poet doch ist. Und wie so oft im Leben gilt: Das was ich selber gerne tu`, traue ich jedem anderen zu!

Mein Tip für Denunzianten aller Art: Nutzt eure überschüssige Energie doch lieber für die Arbeit in ehrenamtlichen Organisationen. Die Gesellschaft wird es euch danken. Und ich auch!

24.07.2010

In den letzten Tagen bin ich vom Thema "Gelassenheit" umzingelt worden. Zeitungsberichte, Kinofilme, Buchkapitel - irgendwie drehte sich vieles um die Verlangsamung des eigenen Rhythmus. Ich werde daran arbeiten. Habe ich mir vorgenommen. Also Tempo raus und wieder mal Zeit für süßes Nichtstun finden.

Heute bin ich beim Sommerfest des Braunschweiger Nexus zu Gast. Mit mir auf der Bühne stehen die wunderbaren Axel Klingenberg und Marc D. Ich habe einen neuen Text im Gepäck, den ich dort gerne einmal ausprobieren möchte. Mal schauen, was passiert.

Ansonsten gibt es nicht viel Neues zu berichten. Es ist halt Sommerpause. Falls jemand hier gerne mal eine Lesung mit mir veranstalten möchte, schreibt mich einfach an. Ich komme gerne zu euch. Zur Auswahl stehen mittlerweile einige verschiedene Konzepte, so dass für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte.

12.07.2010

Das Tipspiel habe ich gewonnen - yeah! Dies habe ich vor allem dem Umstand zu verdanken, dass ich die beiden Endspielteilnehmer vor Beginn der WM richtig getippt habe.

Trotz Fußball-WM und dieser Affenhitze war ich letzte Woche gleich drei Mal auf Bühnen aktiv. Mittwoch startete in Hamburg ein Themenslam zur Fußball-WM. Ich konnte jede Menge Punkte sammeln, den Sieg trug jedoch ein anderer Poet davon. Verdient, denn selten habe ich so gelacht.

Freitag lief es in Braunschweig schon wesentlich besser. In der Vorrunde rockte ich mit dem Altherrenfußball-Text das Haus und holte unglaubliche 59 von 60 Punkten. Damit hatte ich mein Pulver wohl verschossen, denn Micha El Göhre versenkte mich im Finale deutlich und so muss ich weiterhin auf meinen ersten Sieg in Braunschweig warten. Wird schon irgendwann klappen.

Samstag wurde ich spontan und kurzfristig von der Lesebühne Längs nach Hamburg eingeladen. Ja, genau! Das war der Samstag des Deutschland-Spiels. Trotzdem versammelten sich im Garten des Mathilde-Cafe in der Bogenstraße rund 50 Zuhörer im lauschigen Garten, um skurrile Geschichten zu hören. Das war insgesamt ein toller Abend mit lieben Menschen, interessanten Gesprächen und spannenden Begegnungen. Ich hoffe wirklich, dass mich diese 3 Literaturaktivisten irgendwann wieder einladen, denn die Veranstaltung ist immer ein riesiger Spaß.

04.07.2010

Beim Tippen des Datums fiel mir auf, dass das letzte update doch schon eine Weile her ist. Diese gewisse Nachlässigkeit ist der Fußball-Weltmeisterschaft geschuldet. Ich gebe es zu, ich bin einer dieser Typen, die sich fast jedes Spiel reinziehen. Das hat jedoch weniger mit einer Faszination für dieses Ereignis als vielmehr mit dem Tipspiel zu tun, an dem ich beteiligt bin. Momentan liege ich auf Platz 3, was einen nicht unerheblichen Geldbetrag in meine Kasse spülen würde. Wer könnte das nicht gebrauchen?

Am Mittwoch war ich Teilnehmer am WM-Slam in Hannover. Mein Text hat ganz gut gerockt, ich musste mich dennoch quasi im Elfmeterschießen meiner lieben Kollegin Sabrina Schauer geschlagen geben. Das kann man durchaus als Vorrunden-Aus bezeichnen. Neue Chancen bieten sich dann in der kommenden Woche in Hamburg und Braunschweig.

Donnerstag stand dann die finale Redaktionssitzung für die neue Punchliner-Ausgabe auf dem Programm. Man hat mich ja in dieses elitäre Gremium berufen und nun zeichne ich für den Inhalt dieses Zentralorgans der komischen Literatur sozusagen mitverantwortlich. Als Neuer durfte ich dann auch das Vorwort kreieren. Im Oktober gibt es die Sammlung dann im Handel zu erwerben. Für 10 Euro kann man jedem normal denkenden Menschen nur zum Kauf es Buches raten.

Ich hoffe, dass ihr Alle die Hitze gut übersteht. Zur Abkühlung empfehle ich, in einem meiner Bücher zu blättern. Wer das schnell genug macht, entfacht einen leichten Luftzug, der etwas Linderung verschafft. Wer noch keines meiner Bücher sein eigen nennt - schämen und schwitzen!

21.06.2010

Ich frage mich ernsthaft, wie diese Menschen das machen. Etliche Tage auf Tour. Wenig Schlaf, ungesundes Essen, immer Vollgas auf der Bühne. Ich kann das nicht. Oder nicht mehr. Nach 3 Tagen mit Auftritten in Kassel, Borken und Halle/S. fühle ich mich einfach nur noch müde und erledigt. Aber schön war es! In Kassel habe ich meine lieben Kollegen Berat und Karsten Strack wiedergetroffen. Ich durfte im Finale erstmals meinen Text zur Fußball-WM präsentieren und war überglücklich nicht gewonnen zu haben, nachdem ich sah, wie Berat dem Sieger eine Vuvuzela überreichte. Dafür gab es unglaublich schöne Musik von Karo, Kontrabass und Kiste zu hören. Die Band werde ich im Hinterkopf behalten. Ganz sicher.

Am Samstag lud die engagierte Crew der Midlife Company ins Depot zu Borken ein, um mit knapp 300 Leuten den zweiten Poetry Slam in der Stadt an der holländischen Grenze zu feiern. Neben einem grandiosen Line-up gab es ein Wiedersehen mit Anke Fuchs, Theresa Hahl und Michael Feindler. Das war schön und entspannend, weil der Wettstreit in den Hinter- und das gesprochene Wort in den Vordergrund rückte. Ich weiß, so sollte es immer sein. Aber das Gegenteil erlebt man als Slammer eben doch viel zu oft. Für das Finale hat es diesmal nicht gereicht, was aber unwichtig war, weil ich jede Menge Spaß auf der Bühne hatte und viele CD´s unter das Volk brachte.

Gestern dann durfte ich die Poetry Slam Landesmeisterschaften Sachsen-Anhalts moderieren. Mehr als 200 Zuschauer hatten sich im Turm der Moritzburg in Halle/S. versammelt, um den Meister zu küren. Der kam dann ausgerechnet aus Magdeburg :-). Ist ja immer so eine kleine Konkurrenz zwischen beiden Städten. Die Besucher werteten jedoch die Textqualität und pfiffen auf die Herkunft des Siegers. Von hier aus noch einmal Glückwunsch an Tom Schildhauer! Das war ein verdienter Erfolg. Mein Auftritt als Moderator hat super viel Spaß gemacht und wer weiß, vielleicht darf ich das ja demnächst mal wieder machen... ;-)

13.06.2010

Es gibt einige wenige Abende, da weiß man ganz genau, warum man sich entschieden hat, die eigenen Zeilen auf der Bühne zu präsentieren. Freitag in Moers, das war genau so ein Abend! Zugegeben, es hätten mehr Zuschauer sein dürfen, aber die, die den Weg ins Bollwerk gefunden hatten, erlebten mit uns einen wundervollen Abend. Mein guter Freund, der Schriftstehler hatte neben seinen Texten die Gitarre dabei und animierte die Anwesenden gekonnt zum Mitsingen. Literarisch lieferten wir uns einen spannenden und abwechslungsreichen Schlagabtausch, der einen riesigen Bogen von Satire bis Gesellschaftskritik spannte. Dazwischen war alles möglich und wurde auch geboten. An dieser Stelle herzliche Grüße an das Publikum des Bollwerks, ihr wart einfach toll. Ganz besondere Grüße an Hannah, die am Freitag mit uns gemeinsam ihren 16. Geburtstag feierte und sich so wunderbar ausgelassen freuen konnte. Ich danke Armin Sengbusch, mit dem ich die Bühne teilen durfte und der mir an diesem Abend einen wundervollen Text schenkte, der im wahrsten Sinne des Wortes noch jetzt nachhallt. Und jetzt, an dieser Stelle, ein von Herzen kommendes DANKE an Mike, Steffi und Klaus. Ihr seid einfach großartig und versteht es, eine warmherzige Atmosphäre zu schaffen. Bitte macht weiter und lasst euch nicht entmutigen!!!

Ganz wichtig zum Schluss: Am 10.12.2010 gibt es die Revanche! Dominik Bartels vs. Schriftstehler in Helmstedt. Ein literarischer Wettstreit über 12 Runden. Mehr Infos gibt es hier in Kürze!!! 

10.06.2010

Gestern war ich auf einem Poetry Sl... äh nein, so kann man die Veranstaltung eigentlich nicht nennen. Also ich war gestern in Hildesheim, wo es eine Bühne gab, auf die sich grundsätzlich erst einmal jeder stellen konnte, der dem Publikum etwas mitzuteilen hatte. Mit Poetry Slam hatte die Veranstaltung allerdings wenig zu tun, weil es überhaupt nur zwei Kandidaten gab, die Literatur präsentierten. Ansonsten wähnte man sich auf einer Stand up Comedy-Veranstaltung. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich habe nichts gegen Comedy und Comedians, allerdings haben diese Leute ihr eigenes Format. Insofern fühlten Gauner und ich uns etwas deplatziert mit unseren Texten. Der Veranstalter muss sich indes die Frage gefallen lassen, was er meint, welche Bedeutung das Wort "Poetry" wohl  hat. Ein Poetry Slam soll eine offene Bühne bleiben. Offen für Menschen, die Texte und Gedichte präsentieren. Die Literatur ist vielfältig genug und man sollte ihr den schwer erkämpften Raum nicht wieder wegnehmen, indem man den Leuten Poetry Slam als etwas verkauft, was es einfach nicht ist.

30.05.2010

Die zurückliegende Woche war ich hauptsächlich damit beschäftigt, CD´s zu verschicken. Das hat Spaß gemacht. Ich hoffe, dass die vielen Menschen jede Menge Freude mit dem Tonträger haben werden.

Am Freitag war ich dann Gast der Poetry Slam Show auf dem Leineweberfest in Bielefeld. Aufgebaut war die Bühne in einem gemütlichen Biergarten. Die Konsonauten Rouven Ridder und Andre Lampe hatten eingeladen und boten den zahlreichen Zuhörern danach 2 Stunden Poetry Slam vom Feinsten. Ich hatte einen unglaublichen Spaß und das merkte das Publikum wohl auch. Zumindest haben wir ordentlich Stimmung gemacht. Insgesamt ein Abend, der mir in Erinnerung bleiben wird. Vielleicht werde ich im nächsten Jahr wieder eingeladen. Schön wäre das!

Am Samstag hatte der Lektora Chef Karsten Strack zum Poetry Slam in Werl gerufen. Ich folgte dem Schreien und stand mit 7 anderen gutgelaunten Mitmenschen auf der Bühne. Leider war ich persönlich nicht so gut drauf und das merkte man wohl auch meiner Performance an. Es reichte zwar zu Platz 2 in der Gruppe, allerdings musste ich dem Nürnberger Michael Jakob den Vortritt lassen. Im Finale siegte der Herr Goehre, den ich mit dem Auto nach Bielefeld mitnahm. Die Fahrt war sehr lustig. Es ist immer wieder eine Freude, wenn man tolle Menschen kennenlernt und diese dann auch regelmäßig wiedertrifft.

Für mich stehen jetzt erst einmal 10 Tage Pause auf dem Programm. Ich werde mich um neue Texte kümmern und um literaturferne Dinge.

21.05.2010

Im Moment darf ich mich einfach nicht beschweren. Die Hörbuch-CD wird fleißig gekauft, die letzten Poetry Slams endeten stets mit einem Podiumsplatz und der neue Text scheint den Menschen zu gefallen. Ich hatte es, so glaube ich, noch nicht erwähnt, aber ich habe mich in Detmold für die NRW-Landesmeisterschaften im September in Bielefeld qualifiziert. Darauf freue ich mich wirklich sehr, denn letztes Jahr hatte ich zwei schöne Tage in Siegen. Mindestens genauso freue ich mich daneben über meine Startberechtigung bei den diesjährigen deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften im Ruhrgebiet. Die Städte Oberhausen, Essen, Bochum und Duisburg veranstalten dieses Event gemeinsam. Ich darf dort den Po(p)pin-Poetry Slam Braunschweig vertreten. Das macht mich ziemlich stolz, weil ich sozusagen für die Heimat antreten werde. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Pottz und Roland für das Vertrauen. Ich werde dort mein Bestes geben und hoffe, dass ich Braunschweig würdig vertreten werde.

Die Sommerpause scheint dieses Jahr etwas kürzer auszufallen. Viele interessante Einladungen haben meinen Terminkalender gefüllt. Daneben sollen natürlich einige neue Texte entstehen. Ideen sind viele in meinem Kopf...

10.05.2010

Mein lieber Scholli, was für ein Wochenende! Alles begann an der Stätte meiner humanistischen Bildung, dem Gymnasium am Bötschenberg. Dort fand Freitagnachmittag der 1. Schüler Slam des Gabö statt, den ich deshalb moderierte, weil ich in den Wochen zuvor etwa 120 Schüler durch einige Workshops begleitete. Das Ganze war nur suboptimal in der Pausenhalle positioniert. Unserer Bühne gegenüber befand sich der Crepés-Stand, neben uns wurden Kuchen und spanische Köstlichkeiten verkauft und die Eingangstür umwehte der Duft der frisch gegrillten Bratwürste auf dem Schulhof. Trotzdem meisterten meine 7 Schützlinge die schweren Bedingungen mit Bravour und lieferten einen tollen Slam ab. Ich denke und hoffe, das wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Nur etwas ruhiger dürfte es beim nächsten Slam sein.

Am Abend war ich dann zu Gast bei der 1. Wolfsburger Lesebühne "Black Inc. Poetry". Im Cafe Extrem hatten sich rund 50 Gäste versammelt, die nicht nur tollen Texten lauschten, sondern auch den wundervollen Musikern Nele Kramer und Holger Kirleis ihre Aufmerksamkeit schenkten. Ich schöpfte aus dem vollen Poetry Slam-Repertoire und präsentierte einige meiner besten Live-Texte. Das hat Spaß gemacht und ich fühlte mich pudelwohl.

Viel Zeit zum Ausruhen gab es aber nicht, denn schon am Samstag fand der 7. Street Poetry-Abend in Helmstedt statt. Unsere anfänglichen Bedenken erwiesen sich als unbegründet, denn wieder einmal durften wir 250 Besucher im Forum des Julianum begrüßen. Die erlebten dann auch einen grandiosen Abend, denn Moritz Neumeier, Anke Fuchs, Kersten Flenter, Michael Goehre, Armin Sengbusch, die Gabö-Sieger Anna und das Team Hari & Bo sowie die einzigartigen Special Delivery brannten ein regelrechtes Feuerwerk der Kleinkunst ab. Mann, Mann, Leute, das war einfach unbeschreiblich gut. Die Helmstedter zeigten einmal mehr, dass sie laut, enthusiastisch und begeisterungsfähig sind, wenn ihnen große Kunst geboten wird. Wieder ein Abend, den man sich am liebsten in Folie einschweißen lassen und mit nach Hause nehmen würde. Es gab danach jede Menge positive Resonanz und den Wunsch, dass wir weiter machen sollen. Ja, dann ... na gut, gerne sogar ... nächster Street Poetry Abend am 29.10.2010.

Nach 3 Stunden Schlaf frühstückte ich mit den Künstlern und verabschiedete mich von allen Beteiligten ... bis auf Moritz Neumeier. Den nahm ich mit nach Hause. Jawoll. Vor allem, weil wir ohnehin am Abend gemeinsam nach Weimar fahren wollten. Grundsätzlich jedoch, weil der Moritz ein toller Mensch ist und wir viele Ansichten teilen. Das macht die Gespräche so wunderbar erfüllend. Am Abend gewann mein Mitfahrer dann souverän den 1. Poetry Slam in Weimar und ich freute mich noch mehr, dass ihn am Abend davor 15 Minuten lang den Helmstedtern präsentieren durfte. In Weimar gab es aber auch ein Wiedersehen mit Khesrau, Katja, Marvin, Bleu und Tobias. Das war einfach schön. Besonders der Text von Khesrau hat mich mal wieder völlig umgehauen. Merkt euch diesen Namen: Khesrau Behroz - der Mann wird noch einmal berühmt, das weiß ich ganz genau! Für mich lief es ganz okay, auch wenn es immer undankbar ist, mit Moritz in einer Gruppe zu starten. Es bleibt die Erkenntnis, dass ich wieder neue Texte schreiben möchte. Na dann...

02.05.2010

Er ist fertig! Mein erster Videoclip. Das Ganze ist ein Trailer für meine Hörbuch-CD. Ich fand die Idee ganz witzig und dachte, ich probiere mich einfach mal selbst an der Umsetzung. Man lernt bei solchen Dingen ja immer etwas dazu. Feedback ist wie immer erwünscht. Hier gibt es den Link dazu: http://www.youtube.com/watch?v=pbTk9iBC9Qk.

29.04.2010

Wer schon neugierig ist: Das Frontcover der Hörbuch-CD gibt es unter der Schaltfläche "Hörgenuss" zu bestaunen. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an den Künstler Christian Schupp, der für Illustration und Gesamtgrafik verantwortlich zeichnet.

26.04.2010

Liebe Freunde, das Erscheinungsdatum für meine erste Hörbuch-CD steht fest. Am 07.05.2010 wird der Tonträger veröffentlicht. Für 10 Euro gibt es 17 Tracks und 71 Minuten lang jede Menge Literatur. Ein absolutes Sahnestück ist neben dem Inhalt aber auch die grafische Aufmachung der CD. Von einem Koblenzer Künstler individuell illustriert, ist das Cover nicht nur Verpackung, sondern optisches Kunstwerk.

Zeitgleich plane ich einen Trailer für die Hörbuchveröffentlichung. Dazu habe ich mir etwas Interessantes ausgedacht. Lasst euch überraschen!

Vorbestellungen für die CD sind ab sofort möglich. Einfach eine Mail schicken und bei einer Bestellung über diese Homepage die Versandkosten sparen.

19.04.2010

Tour beendet und ganz schön müde. Die letzten 3 Stationen Berlin, Magdeburg und Halle waren noch einmal reizvolle Stationen meiner kleinen Mitteldeutschland-Tour. In Berlin wurde ich vom Vater des deutschen Poetry Slam, Wolf Hogekamp, in Empfang genommen und bestens betreut. Ein sehr angenehmer Startplatz in der Mitte des Feldes spülte mich ins Finale, wo ich mit "Die Zeit heilt alle Wunden" einen sehr ernsten und nachdenklichen Text präsentierte. Am Ende reichte es für Platz 3, vor allem deshalb weil Flo Cieslik und Til Reiners wirklich alle Register ihres Könnens zogen.

In Magdeburg erwischte ich mit Startplatz 2 eine ziemlich unünstige Position. Das störte mich aber nicht im Geringsten, da es ohnehin kein Finale gab und alle Teilnehmer nur einmal auf die Bühne durften. Die Moderation war "sparsam" und so entwickelte sich ein Slam, der vor allem vom Feuer und Engagement der Slammer getragen wurde. Im Übrigen überschritt das Rahmenprogramm nach Meinung aller Beteiligten das erträgliche Maß, so dass wir froh waren, als die Siegerin des Abends, Theresa Hahl endlich feststand. Das Publikum und die Location waren dagegen echt der Hammer und diese Menschen hätten eine Wiederholung auf jeden Fall verdient.

Gestern fand dann der Hallenser Slam im Turm der Moritzburg statt. Perfekt organisiert, souverän moderiert und mit einem sehr slamerfahrenen Publikum im Raum hatte ich jede Menge Spaß. Der Finaleinzug war knapp, aber verdient. Am Ende reihten wir uns alle hinter Felix Römer ein, der ein wunderbares Gedicht über seine Zeit als Punker intonierte. Ein absolut großartig besetztes Finale. Danach gab es unzählige Gespräche und auch so manchen Gesang. Man kann es schon so ausdrücken: Zu Gast bei Freunden.

Aprospos Freunde: Diese Woche geht es erneut nach Hannover. Beim Wettstreit Buch gegen Bier trete ich für die Literaturmannschaft an und hoffe auf einen Sieg gegen die Schluckspechte vom Team Alk :-)

16.04.2010

So, der erste Teil meiner Mitteldeutschland-Tour liegt hinter mir und bislang hatte ich jede Menge Spaß und tolle Erlebnisse. In Burlo haben die Schüler einen Slam organisiert, der sich hinter etablierten Veranstaltungen nicht verstecken muss. Rund 200 Zuschauer fanden den Weg in die Aula des Gymnasiums Mariengarden und verlebten einen Abend, an dem die ganze Bandbreite des Poetry Slam gezeigt wurde. Die Veranstaltung bewies einmal mehr, dass unsere Jugend richtig zupacken kann, wenn man ihnen das entsprechende Vertrauen schenkt. Ich zumindest war beeindruckt vom Organisationstalent und den literarisch/musikalischen Fähigkeiten der jungen Leute. Respekt! Viele Grüße an Uli und Mona, meine Lieblingsmoderatorenkollegin Kathi, die aufgetretenen Poeten und das phantastische Publikum. Danke an den 12er Jahrgang für die Einladung und an Susanne für die grandiose Unterkunft.

Gestern stand ich dann in der 60er Halle des Kulturzentrums Faust zu Hanover auf der Bühne. Startplatz 2 bei vierzehn Teilnehmern war natürlich nur suboptimal :-) An diesem Abend war es mir egal, da ich ohnehin einen Text vorbereitet hatte, der sich glänzend auf den vorderen Startplätzen vortragen lässt. Lob gab es von den Slam-Kollegen, was ja auch immer eine schöne Sache ist. In der Endabrechnung gab es einen Platz im Mittelfeld, auf den ich beim Macht Worte-Slam schon fast ein Abo habe. Genial mal wieder die Moderation von Henning und Egge. Die beiden Haudegen sind einfach einmalig. Glückwunsch an Til Reiners, der den Pott mit nach Berlin genommen hat. Den sehe ich übrigens gleich wieder, denn heute Abend duellieren wir uns beim Bastard Slam in Berlin Kreuzberg.

Ach ja, es gibt ein neues Video! Mein Auftritt beim Slam in Lübeck wurde mitgeschnitten. Den Link habe ich bei "Videos" eingestellt. 

11.04.2010

Kurzer Nachberict zum Poetry Slam in Lübeck: Viele gute Freunde wiedergetroffen, einige neue und interessante Texte gehört und mit Tilo ein wunderbares nächtliches Gespräch über Kultur und sinnvolle Lebensgestaltung geführt. Viel mehr gibt es nicht zu sagen. Ach so, ja ... und in der Vorrunde ausgeschieden, weil zu viele Unternehmer in der Jury saßen und die keinen Spaß mit dem Arbeitsvertragstext hatten :-) War mir aber egal, weil der Rest des Saales und ich trotzdem abgefeiert haben. Lübeck war einfach wieder schön.

Nächste Woche bin ich schwer beschäftigt. Montag Workshop, Dienstag Slam in Borken, Donnerstag Slam in Hannover und vormittags Workshop am Gabö, Freitag Slam in Berlin bei Wolf, Samstag Slam in Magdeburg und Sonntag der Abschluss beim Slam in Halle/S. bei Gluffi :-) Aprospos Workshop am Gabö - das macht wirklich jede Menge Spaß. Die jungen Leute tauen langsam auf und die ersten textlichen Ergebnisse waren absolut hörenswert! Ich bin sehr gespannt und freue mich schon riesig auf den Slam am Tag der offenen Tür, wo einige Schüler dann zeigen werden, dass Literatur jede Menge Rock´n Roll sein kann.

Review meiner Mitteldeutschland-Tour gibt es dann hier. Daumen drücken für die anstehenden Slams wäre schön...

01.04.2010

Ich habe mir ein paar auftrittsfreie Tage gegönnt. Weniger gearbeitet habe ich deshalb aber nicht. Der 7. Street Poetry Abend steht in den Startlöchern und es sind viele organisatorische Dinge zu erledigen. Eins kann man jetzt schon sagen: Für 4 Euro erwartet die Besucher ein grandioses Feld von Künstlern. Wer mehr wissen möchte, sollte die Homepage http://www.street-poetry.de besuchen. Dort gibt es jede Menge Infos zu bestaunen. Wer dabei sein möchte, sollte sich wirklich rechtzeitig um Karten bemühen, denn wir gehen fest davon aus, dass die Veranstaltung ausverkauft sein wird.

Die Aufnahmen zur Hörbuch-CD sind abgeschlossen und der Reimund hat ganze Arbeit geleistet. Jetzt liegt das Ganze beim Illustrator, der dem Hörgenuss eine wunderschöne Verpackung verpassen wird. Nach dem Stand der Dinge wird die CD Ende April veröffentlicht werden.

Ach und ja, neue Termine gibt es auch! Getreu dem Motto: ihr entkommt mir nicht - bin ich bestimmt auch mal in eurer Nähe. 

22.03.2010

Ein unglaubliches Wochenende liegt hinter mir. Am Freitag war ich Gast des Hannoveraner Kulturkiosk. Die Veranstaltung war mit rund 150 Leuten sehr gut besucht. Ich durfte als Erster auf die Bühne und habe eine kleine Auswahl von Poetry Slam Texten präsentiert, die dem Publikum so gut gefallen haben, dass ich noch eine Zugabe präsentieren durfte. Moderiert von Henning und Jörg zeichnete sich der Abend vor allem durch eine wahnsinnige Vielfalt aus. Den zweiten Literaturpart übernahm Cannelle, die mich super fasziniert hat. Richtig gute Texte mit überraschenden Ideen und verrückten Wendungen. Großartig! Musik gab es vom Automaten und von Bartel/Biging, die einige bekannte Melodien in völlig swingende Arrangements übertrugen. Das war schon Spaß pur.

Ein wenig Publikumsschwund hatte ich dann am Samstag in Lemgo zu verzeichnen. Nur wenige Interessierte hatten sich im Beat Cafe eingefunden, um sich Auszüge aus "Bruderkuss" anzuhören. Die Gründe waren vom Veranstalter schnell ausgemacht - riesige ABI-Party vor Ort und die Tatsache, dass der eigentliche Veranstaltungstag für Lesungen der Mittwoch ist. Dafür habe ich mit Sandra und René zwei alte Schulfreunde aus meiner Jugend wiedergetroffen und einen netten Abend verbracht. Viele Erinnerungen, einige Neuigkeiten und die Vorfreude auf das Klassentreffen am 05.06. :-)

Gestern ging es dann in die ehrwürdige Oper zu Hannover. Ich gebe es zu, als die Nachricht durchsickerte, dass der Poetry Slam mit 1.200 (!!) Leuten restlos ausverkauft ist, ging mir schon der Allerwerteste auf Grundeis. Ich bin sonst nicht unbedingt dafür bekannt, vor Auftritten sehr nervös zu sein, aber diesmal rannte ich hin und her wie ein aufgescheuchtes Huhn. Die Kulisse war atemberaubend, der Applaus glich einem Orkan und die Beiträge aller Poeten waren höchst unterhaltsam. Ich hatte Angst davor, den Text zu vergessen und stotternd vor der riesigen Menschenmenge zu stehen. Aber es lief alles gut und ich hatte das Gefühl, dass alle meine Emotionen über meiner Stimme in den Raum transportiert worden sind. Es war unglaublich still, während ich meinen Text, mit allem was ich in mir spürte, vortrug. Danach brandete ein so lauter Applaus auf, dass ich völlig verlegen auf der Bühne stand und schließlich schnell wieder den Weg zum Sofa zu den anderen Poeten suchte. Das war einfach gigantisch, überwältigend und unbeschreiblich! An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an das Publikum, dass mir so viel Aufmerksamkeit schenkte, an die vielen Menschen, die mir nach der Veranstaltung für den Text dankten und an die Hannoveraner Slam-Clique, die mich eingeladen haben und mir vertrauten. Das war für mich zweifellos das größte Erlebnis auf einer Bühne. Danke an Micha, die immer zu mir hält und so manche Frustration ertragen muss. Grüße an alle Poeten des gestrigen Abends. Es war natürlich etwas ganz Besonderes mit Leuten wie Scharri, Sebastian 23, Flo Cieslik, Pauline Füg, Julius Fischer und und und auf der Bühne stehen zu dürfen. So, ich genieße jetzt noch ein wenig dieses Gefühl und melde mich erst einmal für 14 Tage von allen Bühnenaktivitäten ab.

14.03.2010

Einen sehr spontanen Auftritt absolvierte ich am Freitag dieser Woche in Alfeld. Bei Kai Olaf´s Veranstaltungsreihe wäre ich eigentlich erst im April zu Gast gewesen. Allerdings streikte das Auto meiner lieben Slam-Kollegin Sabrina Schauer und ich wurde kurzfristig gefragt, ob ich sie nicht ersetzen könnte. Nun ja, das Ersetzen ist so eine Sache, weil man einen Menschen im Grunde nicht ersetzen kann. Ich habe dann versucht, Sabrina würdig zu vertreten und das ist, so glaube ich, auch ganz gut gelungen. Die Gäste machten zumindest den Eindruck, als wenn wir sie gut unterhalten hätten. Wir, das waren neben meiner Wenigkeit die brillante Berliner Liedermacherin Vanessa Maurischat und der lokale Storyteller Michael. Das Ganze war ein rundherum schöner Abend, ganz ohne Wettbewerbsregeln und mit viel Zeit für jeden einzelnen Akteur. Nur eins noch: Liebe Alfelder, bitte erscheint doch zu diesen Abenden in etwas zahlreicherer Form. Das Café Live hat es wirklich verdient, denn dort bekommt ihr wirklich großartige Künstler für schmalen Eintritt geboten. Also hin da und Spaß haben!

Gestern war ich dann Teilnehmer beim 2. Soltauer Poetry Slam. Durch einige kurzfristige Absagen gebeutelt, konnten die Veranstalter Andy und Gerd leider nur 6 Slammer in der Kantine begrüßen. Glück für uns, denn so kam jeder garantiert zwei Mal an die Reihe. Die rund 60 Zuhörer hatten ihren Spaß und bewerteten die einzelnen Auftritte sehr fleißig und gewissenhaft. Am Ende hatte ich wenige Punkte Vorsprung vor meinem guten Freund Kai Nesau und durfte den Sieg mit den netten Menschen von der Kulturinitiative und den Slam-Kollegen im kühlen Backstageraum feiern. Dazu gab es etwas ältere Cola und leckere Baguettes mit Käse und Schinken. Viele Grüße an dieser Stelle an Gerd, Andy, Sibylle, Marc D. und Kai Nesau.

08.03.2010

Göttingen hat eine Hammer-Location für den Poetry Slam. Gut 200 Leute bevölkern einen ehemaligen OP-Lehrsaal und können dort jede Menge Lärm erzeugen. Ich war als letzter Starter dran und habe aus einer Laune heraus wieder einmal den Soldaten-Text gezückt. Die Reaktionen waren diesmal wesentlich positiver als zuletzt :-) Gut, für das Finale hat es nicht gereicht, aber da hätte ich auch den großartig performenden Tobi Kunze aus dem Weg räumen müssen. Trotzdem habe ich jede Menge Feedback nach der Veranstaltung bekommen und es gab nicht wenige Besucher, die sich dafür bedankten, dass auch mal wieder ein politischer Text den Weg auf die Bühne fand. Ich für meinen Teil habe mich in Göttingen pudelwohl gefühlt und einen tollen Abend verlebt. Dafür an dieser Stelle mal ein Dankeschön an die Besucher, die Poeten des Abends, die Musiker vom incredible Herrengedeck und nicht zuletzt den beiden Organisatoren Stephan und Christopher.

07.03.2010

Am Freitag war ich beim Poetry Slam in Peine. Die Veranstaltung zeichnete sich vor allem durch ein Merkmal aus: Kürze! Innerhalb einer knappen Stunde waren alle Poeten einmal auf der Bühne und es gab sogar noch Featured-Beiträge des großartigen Tobi Kunze zu hören. Ich bekam den Startplatz 2 zugelost und konnte mich so den Rest des Abends zurücklehnen. Festgestellt habe ich am Ende, dass in Peine sehr, sehr gut performt wird und das die Teilnehmer noch sehr, sehr jung sind. Mit meinem eher ernsten Text bildete ich etwas den Kontrast zu den sonst durchgängig witzigen Beiträgen. Aber so soll es auch sein.

Gestern war ich dann im Splash´n Dash Tonstudio in Grasleben, wo ich meine erste Hörbuch-CD eingesprochen habe. Ein paar Freunde und Familienmitglieder waren auch da und wir haben uns einen schönen Nachmittag gemacht. Reimund wird jetzt den richtigen Ton finden und dann übergebe ich das gute Stück meiner Grafikerin, damit auch das Drumherum wunderschön wird. Ich denke, irgendwann im April kann man das Spoken Word-Erzeugnis dann käuflich erwerben. Nähere Infos gibts demnächst wieder hier.

Ich mache mich jetzt auf nach Göttingen zum Poetry Slam, wo ein großartiges Line-up und jede Menge Zuhörer warten.

03.03.2010

Ich mag das Publikum in OWL. Der Ostwestfale brennt mehr von innen heraus und deshalb läßt er sich während eines Textes auch kaum anmerken, ob er Freude oder Langeweile empfindet. Und das ist auch der Grund, warum die Abstimmungen dann oft mit überraschenden Ergebnissen enden. Gestern in Lemgo war es wieder gemütlich, warmherzig und einfach nur schöööön. Tolle Poeten gesehen, viele neue Texte gehört, interessante Gespräche geführt und sensationelles Eis im Beat Café genossen. Natürlich habe ich gleich auch ein wenig Werbung für meine Romanlesung am 20.03. gemacht, die ebenfalls im Beat Café stattfinden wird. Gewonnen hat den Abend der Schriftstehler aus Hamburg, der mich im Finale ziemlich deutlich auf den zweiten Platz verwiesen hat. Wobei ich zugeben muss, dass ich in der Vorrunde auch von einem gewissen Losglück profitiert habe :-)

28.02.2010

"Achtung, Achtung tieffliegende Wertungen im Bunker" hieß es für mich am Donnerstag in Hamburg. Wie angekündigt las ich einen sehr kontroversen Text, der sich mit der Rolle der Soldaten in Afghanistan und im Leben überhaupt beschäftigte. Leider, leider stieß mein Vortrag nicht auf die erhoffte Gegenliebe und ich wurde von Teilen der Jury ordentlich abgestraft. Richtig so! Denn wenn man einen Text scheiße findet, dann sollte man das auch zum Ausdruck bringen. Ich landete abgeschlagen auf dem letzten Platz und durfte zur Kenntnis nehmen, dass die Bundeswehr auch in Hamburg jede Menge Reputation genießt. Kann aber auch sein, dass ich im Vergleich zu den anderen großartigen Poeten einfach zu schlecht war. Auf jeden Fall sind solche Ergebnisse wichtig für die weitere Entwicklung. Ich werde weiter an mir und meinen Texten arbeiten müssen, denn Luft nach oben ist noch genügend vorhanden.

Am Freitag hatte ich dann einige Punchliner-Autoren zu Gast in Helmstedt. Vor etwa 50 Interessierten lieferten wir eine tolle Satirelesung ab und bekamen jede Menge Zuspruch. Es war auch einfach mal erholsam, den Kollegen ohne jeglichen Wettbewerbsdruck lauschen zu dürfen. Unser Gastgeber, Martin Wandersleb, zeigte zudem, dass er nicht nur Bücher verkaufen sondern auch auf das Vortrefflichste Texte vortragen kann. Es hat einfach Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich viele der Anwesenden spätestens beim Street Poetry Abend im Julianum wiedersehen werde.

25.02.2010

Es gibt so Abende auf der Bühne, da weiß man schon nach dem ersten Text, dass ein unglaublich guter Slam stattfinden wird. Gestern in Hannover war Sabrina Schauer die erste Poetin des Abends und brannte sofort ein Wortfeuerwerk ab, dass die Luft im 3Raum zu flimmern begann. Dieses Qualitätslevel zog sich durch den ganzen Abend und am Ende der Vorrunde saßen 12 Slammer zusammen und schüttelten nur ungläubig den Kopf. Es war einfach kein Favorit auszumachen, weil alle Beiträge wahnsinnig gut waren. Mit dem Text "Nackt" deckte ich mal wieder die gesamte Bewertungsbandbreite ab und bekam von der höchsten bis zur niedrigsten Punktzahl einfach alles querbeet. Ich fand das lustig. Der Herr Kunze war als Moderator in Hochform und peitschte die Leute im kleinen Klub unablässig an, so dass am Ende alle erschöpft und glücklich waren. Gewonnen haben Marque-Regnier und Lucas Fassnacht, die sich den Sieg brüderlich teilten. Richtig so!

Heute werde ich beim Bunker-Slam, dem größten Poetry Slams Europas, meine Visitenkarte abgeben. Wer aber denkt, dass ich dort auf Sicherheit spiele, sieht sich getäuscht. Ich werde einen kontroversen Text vortragen und hoffe, dass Hamburg mich trotzdem lieb hat!

21.02.2010

Ich habe lange überlegt, wie man die Tour der letzten 4 Tage eigentlich nennen könnte. Zwei Termine in Ostwestfalen und zwei Auftritte im nordwestlichen Niedersachsen. Da schied eine geografische Bezeichnung schon einmal aus. Einzige Konstante der letzten Tage war Jan Kai Goldberg, ein lieber Slammer aus Hildesheim (Süd), der tatsächlich dieselbe Reiseroute eingeschlagen hatte. Deshalb trägt die Tour den Namen „Goldbergs Pilgerfahrt“. Den Auftakt unserer Wanderschaft bildete der Bunkerslam in Bielefeld. Perfekt organisiert und moderiert vom Trio Infernale Göhre-Verollet-Freise erlebten wir einen stimmungsvollen Abend mit überraschenden Neulingen und gewohnt starken alten Hasen. Gewonnen hat Moritz Neumeier, der momentan einfach unglaublich brillant performt. Für mich reichte es zu anerkennendem Applaus und einem Hilfsjob bei der Schlussabstimmung.

In Gütersloh erwartete uns am folgenden Tag ein Publikum, dass sehr aufmerksam und gelassen verfolgte, was die einzelnen Slammer auf der Bühne darboten. Schon fast folgerichtig gab es im Finale zwei ernste, nachdenkliche Texte zu hören. Moritz und ich schlugen in die gleiche Kerbe, allerdings war sein Schlag etwas gezielter. Deshalb gewann der Herr Neumeier auch in Gütersloh, während ich mir die Silbermedaille umhängen durfte. Zudem bekamen wir beide einen Highlanderplatz für den August geschenkt. Das war schön. Viele Grüße an dieser Stelle an Micha, Mischa und die Crew aus dem Kesselhaus.

Einen Tag später machte ich mich auf die Reise nach Leer in Ostfriesland. Moderiert vom bezaubernden Frauenduo Annika Blanke und Eyla Rademacher zog dieser Slam wieder einmal 250 Zuschauer in das dortige Zollhaus. Gemessen an der Einwohnerzahl der Stadt Leer eine großartige Kulisse! Die Location ist der Hammer und Eylas kleiner Bruder einfach nur ein sympathischer Kümmerer. Zwei Newcomer überraschten mit sehr, sehr guten Texten. Einer der beiden Jungs zog sogar ins Finale ein und das bei unglaublich guter Konkurrenz. Im Finale versuchte ich es wieder mit einem frei performten ernsten Text und sicherte mir damit Platz 2 und den Respekt von Eylas Papa! Viele Grüße an dieser Stelle. Gewonnen haben Bleu und Thomas Spitzer mit einem Doppelsieg. Verdient, keine Frage! Leer war wieder einmal ein toller Slam mit familiärer Atmosphäre und ganz lieben Menschen.

Letzte Station der „Goldberg Pilgerfahrt“ war Oldenburg. Organisiert von meinem guten Freund Christian Bruns überzeugt dieser Slam einfach durch sein ungezwungenes und etwas chaotisches Ambiente. Ein Hammer-Lineup hatte sich im Polyester eingefunden und so grenzte schon fast an ein kleines Wunder, dass ich erstmals seit einigen Auftritten mal wieder einen Sieg einfahren konnte. Und das mit dem sehr kritischen Soldaten-Text. Die Oldenburger waren einfach offener für diese Art Literatur. Dazu kam natürlich auch etwas Losglück ;-) Insgesamt war der Abend aber vor allem deshalb so grandios, weil eine unglaubliche Vielzahl von genialen Texten präsentiert wurde. Wie immer ein Erlebnis: Lasse Samström. Grüße an meine Kumpels Bleu, Marque-Regnier, Jan Kai, Jan-Hendrik und natürlich an Annika, die beste Gastgeberin ever!!! Ihr seid alle einfach klasse!

15.02.2010

Ein toller Slam in Braunschweig! Ach, was habe ich mit mir gehadert. Letzter Startplatz und damit alle Mitstreiter vor mir. Die Entscheidung, welchen Text ich ins Rennen schicke , traf ich dennoch erst 2 Minuten vor dem Auftritt. Instinktiv war die Auswahl wohl richtig, denn ich durfte endlich auch einmal ins Braunschweiger Finale einziehen. Dort performte ich dann "Die Zeit heilt alle Wunden" frei und wie ich selbst fand, sehr emotional. Das sah die Jury aber nur ansatzweise so :-) und deshalb bekam ich auch nur ansatzweise hohe Wertungen. Egal, es reichte für einen tollen 3. Platz und einem rundherum zufriedenen Grinsen auf meinem Gesicht. Gewonnen hat der Schriftstehler vor Frank Klötgen aus Berlin. Das war auf jeden Fall richtig so.

Ein schönes Lob bekam ich dann noch vom Zweitplatzierten. Herr Klötgen meinte: "Du warst auf jeden Fall der Slammer mit der größten Bandbreite des heutigen Abends." So fühlt sich wohl ein Ritterschlag an. :-)

Diese Woche ist pickepacke voll. Bielefeld, Gütersloh, Leer und Oldenburg heißen die Stationen in chronologischer Reihenfolge. Das wird anstrengend, aber auch schön...

09.02.2010

Nichts Neues aus Berlin. Auch mein Auftritt am Freitag beim Rosi-Slam änderte nichts an meiner bisherigen niederschmetternden Poetry Slam-Bilanz in der Bundeshauptstadt. Allerdings kann ich mich diesmal damit herausreden, dass ich mit Startplatz 1 sehr ungünstige Rahmenbedingungen hatte. Letztlich durfte ich mich sogar über die vierthöchste Wertung des Abends freuen. Das änderte zwar nichts am Verfehlen des Finales, tröstete aber so ein wenig über die erste Enttäuschung hinweg. Die Jury zeigte den Poeten an diesem Abend ein ums andere Mal die kalte Schulter. Höhepunkt waren sicherlich die 7 Gesamtpunkte eines Berliner Starters. Wenn man bedenkt, dass insgesamt 5 Leute gewertet haben, ist diese Gesamtpunktzahl schon ein ziemlicher Schlag in die Magengrube. Dabei fand ich das gar nicht mal so übel, was der junge Mann da performt hat. Aber so ist der Slam eben - gnadenlos.

Am Freitag geht es dann auf nach Braunschweig. Mein Home-Slam. Immer etwas ganz Besonderes. Da kann man reden wie man will, da nützen auch an die 200 Auftritte wenig, die Performance beim Heimspiel zählt doppelt bis dreieinhalbfach, das ist einfach so. Deshalb bitte ich alle Leser dieser Homepage: Drückt mir kräftig die Daumen! Ein guter Startplatz, eine tolle Performance und eine Jury, die mich schon nach einer Sekunde tief in ihr Herz geschlossen hat. Oh ja! :-) Träumen wird doch erlaubt sein, oder?  

05.02.2010

Heute geht es nach Berlin. Das war in der Vergangenheit, was den Poetry Slam angeht, kein erfolgreiches Pflaster für mich. Ob sich das heute Abend ändern wird, weiß ich nicht. Ist aber auch nicht wichtig, denn es werden großartige Poeten am Start sein und ich freue mich ganz besonders den Schweizer Renato Kaiser wiederzusehen. 20.30 Uhr startet die Show im Rosis, Revaler Straße 29.

Ich war am Montag kurzfristig zum Geburtstagsslam nach Ansbach eingeladen. Geburtstag deshalb, weil es bereits die 50. Ausgabe des Slams in den Ansbacher Kammerspielen war. Diesmal unter dem Motto Franken gegen den Rest der Republik. Die Franken zeigten sich als gute Gastgeber und ließen uns Weitgereisten jeweils den Vortritt, so dass ich im Halbfinale gegen Andy Strauss aus Münster antreten musste. Keine leichte Aufgabe. Ich habe es dann mit einem sehr ernsten und nachdenklichen Text versucht und bin nur haarscharf gescheitert. Nach 3 Applausentscheidungen, die keine eindeutige Wertung einbrachten, schmiss Moderator Michael Jakob einfach 3 Wertungsblöcke ins Publikum und bat die willkürlich Ausgewählten um eine Entscheidung. Andy gewann 2:1. Dieses K.O.-Format scheint mir kein rechtes Glück zu bringen, denn in den Halbfinals scheitere ich grundsätzlich mit dem knappsten aller denkbaren Ergebnisse. Gewonnen hat am Ende mein Kieler Freund Moritz Neumeier und das völlig verdient. Insgesamt war das eine runde Sache und die Location in Ansbach ist einfach großartig.

Gleich am Dienstag las ich dann in Schönebeck aus meinem Roman "Bruderkuss". Etwa 20 Interessierte hatten sich eingefunden und lauschten gespannt den ausgewählten Auszügen. Hinterher gab es dann noch eine intensive Diskussion und einige interessante Gespräche. Diese Einzellesungen ohne Wettbewerbsdruck machen Spaß und bilden eine willkommene Abwechslung zum Poetry Slam. Also wer mich mal länger als 5 oder 10 Minuten erleben möchte, sollte mich einladen. Es lohnt sich :-)

29.01.2010

Ich habe erfolgreich dem Schneechaos getrotzt und die beiden für diese Woche geplanten Termine absolviert. Am Mittwoch ging es nach Franken, genauer gesagt nach Bayreuth, wo unheimlich nette Menschen leben. Beim Bummel durch die Stadt ist mir aufgefallen, dass die Bayreuther sehr zuvorkommend und hilfsbereit sind. Das ist, so deutlich muss man das mal sagen, nicht überall in Deutschland der Fall. Jetzt könnte man meinen, ich schreibe das nur, weil ich den abendlichen Slam gewonnen habe. Das aber wiederum läßt sich leicht widerlegen, denn ich habe dasselbe schon bei der Anmoderation meines Textes gesagt. Das Bayreuther Publikum war auf jeden Fall sehr nett und begeisterungsfähig und ich denke, die anwesenden Slammer haben einen tollen Abend gestaltet. Ich fand es jedenfalls super und freue mich schon auf den Highlander im Mai :-)

Gestern war ich dann erstmals zu Gast in Bremen. Der Tower ist eine absolut coole Location. Etwa 250 bis 300 Leute hatten sich versammelt und bekamen an diesem Abend das volle Brett präsentiert. Ein super Lineup mit Slam-Größen wie Gauner, Schriftstehler, Marvin Ruppert usw. garantierte Unterhaltung auf höchstem Niveau. Ich war als 6. dran und meinte eigentlich, den Saal richtig gerockt zu haben. Das sah die kritische Jury aber anders und gab mir zwar in der Spitze eine 10, in der Breite aber mehr mittelmäßige Noten, so dass es schlußendlich nur zu Platz 5 reichte. Egal, gegen großartige Kollegen auszuscheiden ist immer nur halb so schlimm. Dafür war die Autofahrt mit Kai Nesau und Gauner unglaublich kurzweilig. Bei glatten Straßen haben wir uns eine gute Stunde lang über Verkehrsunfälle unterhalten. Wenn das mal nicht Galgenhumor ist, dann weiß ich es auch nicht ...

25.01.2010

Die erste Hannover-Woche dieses Jahres ist vorbei und es war großartig. Am Donnerstag startete ich beim Macht-Worte Slam in der Faust. Großartige Poeten, tolle Texte, aber ein unglücklicher Startplatz 2. Vielleicht wäre bei späterem Eingreifen ein besseres Abschneiden möglich gewesen, man weiß es nicht. Ich vermute aber vielmehr, dass der Soldaten-Text einfach nicht dazu dient, einen Slam zu gewinnen. Ich mag ihn trotzdem und deshalb bleibt er auch im Programm :-) Gewonnen hat der liebe Kollege Tobi Kunze ... mit was? Mit Recht!

Samstag war ich dann wieder einmal Gast der Offenen Bühne in Lehrte. Gastgeber des Abends: Tobi Kunze. Ja, die Kumpels halten zusammen und besuchen sich gegenseitig. Dafür kommt der Hannoveraner Star-Slammer zur Punchlinerlesung nach Helmstedt. Yeah! Der Abend in Lehrte war wunderschön. Viele tolle Künstler und ein sehr begeisterungsfähiges Publikum. Außerdem gab es nette Tischgespräche mit Sabrina, Kai, Tobi, Kai-Olaf und noch vielen anderen Kollegen mehr. 4 Stunden Unterhaltung satt und mehr Gesangstalente als bei DSDS :-)

Dazu gab es in der letzten Woche noch zwei Einladungen, die mein Herz vor Freude hüpfen lassen. Am 19.03. bin ich Gast in Lindens Kulturkiosk, als erster Nicht-Hannoveraner Autor überhaupt und am 21.03. darf ich die Bühne des größten Poetry Slams Niedersachsens in der Oper Hannover betreten. Eine Ehre für mich!

Im Moment spuken mir einige großartige Textideen im Kopf herum, aber ich komme einfach nicht zur Umsetzung. Das liegt aber nicht etwa an Zeitmangel sondern vielmehr an der Unfähigkeit, die Gedankensplitter zu einem Text zusammenzufügen. Aber das kommt noch. Hoffentlich...

18.01.2010

So viel positive Resonanz gab es für mich selten nach einem Poetry Slam. Obwohl ich mich in den Hamburger Kammerspielen wieder im Halbfinale und wieder mit 11:12 Stimmen verabschieden musste, fühlte ich mich nachher als ein Gewinner des Abends. Meine beiden sehr ernsten Texte haben viele Leute dazu veranlasst, mich noch einmal anzusprechen bzw. anzuschreiben. Das war schön, das macht Mut. Mein Freund Armin war wieder ein charmanter und souveräner Gastgeber, so dass dieser Poetry Slam einfach eine runde Sache darstellte. Gewonnen hat der Hamburger Kumpel Thomas Langkau. So langsam startet der Mann eine Serie! Viele Grüße an Kai, Schunke III, Julian, Katja, Vincent und Christian ... sowie an Sabrina!

In Magdeburg war es ganz anders. Da ich als Vorletzter ins Rennen geschickt wurde, konnte ich mir die Auftritte der Kollegen anschauen und stellte fest, dass die Magdeburger an diesem Abend mehr den amüsanten Themen zugetan waren. So änderte ich kurzentschlossen meine Textauswahl und zog knapp ins Finale ein. Dort präsentierte ich dann einen politischen Text, der am Ende auch nicht so richtig den Nerv des Publikums traf. Macht aber nichts, manchmal ist es wichtiger auf das eigene Herz zu hören als auf die Lockrufe des Sieges :-) Viele Grüße an Armin und Clara, die an diesem Abend eindeutig unter Wert geschlagen wurden. Sie haben sich, wie ich hörte, in Halle revanchiert und dort den Turm gerockt. Recht so!

11.01.2010

Ich sage es ja gerne, und es stimmt auch: Die Bahn ist weit besser als ihr Ruf. Am Wochenende bin ich trotz "Daisy" kreuz und quer durch Deutschland gefahren und dabei immer relativ pünktlich ans Ziel gekommen. Ich finde, dass sollte man auch mal erwähnen.

Die Slams in Chemnitz und Lübeck waren großartig. Während ich in Sachsen viele neue Leute kennen- und schätzengelernt habe, durfte ich mich im hohen Norden über einige bekannte Gesichter und gute Freunde freuen. Mein neuer Text hat genau die Wirkung erzielt, die ich erwartet und erhofft habe. Über Soldaten zu schreiben ist eben nicht ganz konfliktfrei, zumal ich nicht gerade ein Freund der bewaffneten Streitmacht bin. Liegt vielleicht daran, dass ich das Wort für ein wesentlich schärferes Schwert halte. Respekt und Anerkennung gab es für meinen Vortrag neben einigen Buh-Rufen aber auch. So gesehen hat der Text die Leute wenigstens nicht kalt gelassen ... auf die eine oder andere Weise. Am Mittwoch bin ich dann noch einmal Gast beim Slam meines guten Freundes Armin in Hamburgs Kammerspielen. Das wird schön. So oder so.

Für alle Interessierten: Gewonnen hat in Chemnitz Franziska Wilhelm und das völlig verdient. In Lübeck teilten sich Clara Nielsen und Thomas Langkau den Platz an der Sonne. Das war ebenso völlig in Ordnung.

Im Januar und Februar wird es noch genügend Gelegenheiten geben, auch mal wieder die Nase vorne zu haben, auch wenn das im Moment für mich keine Rolle spielt. Es geht einfach darum, auf der Bühne etwas zu präsentieren, dass aus dem Herzen kommt.

04.01.2010

Unter der Rubrik "Videos" gibt es ein neues Filmchen zu entdecken. Aufgenommen vom geschätzten Kollegen Christian Bruns sinniere ich auf dem Slamprodukt in Oldenburg über Drückerkolonnen in Fußgängerzonen.

03.01.2010

Herzlich Willkommen im neuen Jahrzehnt! Ich hoffe, dass ihr Sylvester so verbracht habt, wie es eurem Naturell entspricht. Für mich hat das neue Jahr eher durchwachsen begonnen. Das Schneechaos in meiner norddeutschen Heimat zwang mich gleich zu Beginn dieses Jahrzehnts zur ersten Absage. Es war einfach kein Fortkommen. Ich ließ meinem Unmut dafür beim Schneeräumen freien Lauf und produzierte zwei ansehnliche weiße Berge vor meiner Haustür.

Aufmerksame Besucher dieser Homepage werden festgestellt haben, dass ich den Bereich Veranstaltungen etwas umgestellt habe. Das hat einfach den Hintergrund, dass mir das "alte" System zu aufwendig und zu unübersichtlich wurde. Die Termine sind jetzt in chronologisch sinnvoller Reihenfolge aufgeführt und von ausschweifenden Anmerkungen befreit worden.

Ach ja, und zwei neue Texte sind auch fertig geworden. Ich mag sie beide sehr, sehr gerne. Ich habe meinem Freund Armin versprochen, dass ich zumindest einen von beiden beim Lübecker Poetry Slam machen werde. Und ansonsten gibt es im Januar und Februar genügend Gelegenheiten, die beiden Novitäten aus dem Hause Bartels vor Publikum zu testen. Ich freue mich drauf.

Bevor ich es vergesse: Ich wünsche natürlich allen Besuchern dieser Webseite ein gesundes, glückliches, erfolgreiches und sinnstiftendes Jahr 2010. Kommt doch öfter mal hier vorbei und hinterlaßt mir ein paar Zeilen!

15.12.2009

Bevor ich zu meinen beiden letzten Terminen diesen Jahres abdüse, möchte ich allen Lesern, Besuchern dieser Homepage, Veranstaltern, Kollegen und Freunden ein besinnliches Weihnachtsfest wünschen. Laßt euch verwöhnen und fasst sinnvolle Vorsätze für das neue Jahr! Mein guter Vorsatz für 2010 ist die Verleihung des Friedensnobelpreises. Einen Nachbarschaftskrieg habe ich schon vom Zaun gebrochen. Da das aber nicht reichen wird, werde ich wohl irgendein 3.Welt-Land finden müssen. Leider sind die meisten dieser Staaten schon durch die USA besetzt. Aber ich gebe nicht auf und werde euch über meine Bemühungen auf dem Laufenden halten. Wenn ich dann ein Land gefunden habe, werde ich der Bevölkerung mit massiver Waffengewalt meine Form der Demokratie "schenken". Frohe Weihnachten!

13.12.2009

Eine ereignisreiche Woche geht zuende. Am Dienstag war ich zu Gast in Detmold, beim Cup der guten Worte. Der von den beiden Slam-Größen Markus Freise und Mischa Sarim Verollet organisierte Poetry Slam ist der Kategorie "familiär" zuzuordnen. Im Detmolder Kaiserkeller herrscht eine absolute Wohlfühlatmosphäre. Das der Ostwestfale "mehr von innen brennt" tat der Stimmung übrigens ganz gut, weil so auch die leisen und nachdenklichen Texte nachhallen konnten. Mir hat es Spaß gemacht und ich habe mich am Ende riesig über den Sieg und die Flasche Whiskey gefreut. Übrigens ein sehr, sehr edler Tropfen! Liebe Grüße an Mischa, Markus, Steve und Kai.

Am Freitag war ich Mitglied des Autorenensembles, welches die neue Ausgabe des Punchliners in Braunschweig präsentierte. Mit von der Partie waren Axel Klingenberg, Marc D., Annika Blanke, Marcel Pollex und Stefan Damm sowie die bezaubernde Wiebke Saathof. In der gemütlichen Kaufbar wurden in zwei Runden jede Menge satirische Raketen gezündet und wir hatten einfach einen tollen Abend. Im Moment arbeite ich daran, dass wir diesen Tross auch nach Helmstedt holen. Lohnenswert wäre das allemal! Dank an Axel und Andreas für die Einladung und meinen Freund Mathias für´s Vorbeischauen.

Gestern fand in der Kasselaner Buch Oase der 4. Poetry Slam meines geschätzten Kollegen Berat statt. Eingeladen waren solche Slam-Ikonen wie Felix Römer, Etta Streicher sowie die grandiosen Rookies Almuth, Markus und Daniel Hoth. Am Ende reichte nicht nur zum Finaleinzug sondern auch zum Sieg, den ich mir mit den beiden anderen Finalisten teilen durfte. Solche Mehrfachsiege finde ich oft sehr schön, weil es immer wieder Finalbeiträge gibt, die sich aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit einfach nicht miteinander vergleichen lassen. Beste Grüße an Felix, Almuth, Berat und Jörg von der Buch Oase, wo es einen schweineleckeren Kuchen gibt. Also hin da und kosten!

Nächste Woche bin ich dann in Berlin beim Bastard Slam. Slam-Papa Wolf Hogekamp ist der Gastgeber eines phantastischen Lineups. Das wird ein schöner Jahresabschluss...

03.12.2009

So, heute ist Donnerstag und meine Woche ist, aus auftrittstechnischer Sicht, heute vorbei. Am Montag war ich zu Gast in den Hamburger Kammerspielen bei meinem guten Freund Armin. Das war ein Fest. Großartige Poeten, starke Texte, tolles Publikum, ein gut gekleideter Moderator und mit Tobi Kunze ein verdienter Sieger - das waren die Zutaten für einen grandiosen Abend. Für mich hat es bis zum Halbfinale gereicht. Dort musste ich dem Kollegen Vincent Welt knapp aber durchaus verdient den Finaleinzug überlassen. Insgesamt war es aber wieder ein Beweis dafür, dass der Poetry Slam durchaus als Plattform genutzt werden kann, um sich selbst und die eigene Kunst ins rechte Licht zu rücken. Es gab gerade nach der Veranstaltung viele lobende Worte und auch die eine oder andere Einladung. So etwas tut gut und motiviert.

Gestern war ich dann im Beat Cafe zu Lemgo unter den 6 Startern, die um die Gunst des Publikums buhlten. Die Location ist einfach toll, die Gastgeber großartig und der Moderator herzerfrischend anders. Außerdem traf ich meine lieben Kollegen Armin und Micha El Göhre wieder. Alles Dinge, die mein Herz erfreut haben. Was das Ergebnis angeht, muss man konstatieren, dass es manchmal lustig ist, zu beobachten, wie mitgebrachte Unterstützer ohne jegliche Differenzierung ihren "Helden" nach vorne brüllen. Zumindest für mich bleibt die Frage, ob sie ihrem Liebling damit tatsächlich einen Gefallen getan haben. Armin und ich haben uns darüber jedenfalls köstlich amüsiert und am Ende wurde auch alles wieder gut, denn Edwin ging so was von steil. Erfreulich auch an diesem Abend der gemütliche Ausklang. Nico, Steffi, Karsten, Armin, Micha und all die anderen haben einmal mehr gezeigt, dass Poetry Slam auch eine Art Familientreffen ist. Übrigens gibt es im Beat Cafe Lemgo am 20.03.2010 eine Romanlesung aus "Bruderkuss" und das ist ja nun mal wirklich ein Grund zur Freude!

28.11.2009

Neues Video online! Unter der Schaltfläche "Videos" gibt es meinen Auftritt im Hamburger Molotow zu sehen. Am Ende gab es trotz des sehr ernsten Inhalts Platz 2 zu bejubeln. Danke an Heidi für´s Hochladen!

27.11.2009

Zwei sehr unterschiedliche Auftritte hatte ich diese Woche zu verzeichnen. Am Dienstag war ich erstmals Gast beim legendären Hamburger Poetry Slam im Molotow. Ein rappelvolles Kellergeschoss und ein herzerfrischend ungleiches Moderatorenpaar bildeten den Rahmen. Nun sollte man wissen, dass sich der Club unmittelbar an der Reeperbahn befindet und man deshalb in aller Regel mit Leuten zu rechnen hat, die voll auf Amusement gepolt sind, ABER ich konnte mit einem sehr persönlichen, sehr traurigen und sehr nachdenklichen Text einen hervorragenden 2. Platz belegen. Das war schön und untermauert die Poetry Slam Theorie, dass man auch durchaus mit ernsten Texten vordere Plätze belegen kann.

Am gestrigen Donnerstag war ich dann Teil der lebenden Dichter beim 1. dead or alive Poetry Slam an der Hannoveraner Landesbühne. Diese Veranstaltung hätte definitiv mehr Besucher verdient gehabt, denn auf der Bühne wurde ohne Zweifel großes Theater geboten. In meinem Team gab es den einzigartigen Felix Römer, die bezaubernde Bente Varlemann und den routinierten Bühnenprofi Kersten Flenter zu bewundern. Mit dieser Aufstellung haben wir den toten Dichtern dann den Schneid abkaufen können und knapp, aber doch deutlich gewonnen. In der Einzelwertung gab es für mich Platz 3. Siegerin des Abends wurde Bente, die einmal mehr bewies, dass Hannover ihr Pflaster ist.

Das kommende Wochenende habe ich mir selbst Ruhe verordnet. Am Montag geht es dann zum VU´s-Slam nach Hamburg in die dortigen Kammerspiele. Gastgeber ist mein Poetry Slam Kollege Armin Sengbusch, der neben mir noch 7 andere hochkarätige Gäste eingeladen hat. Daumen drücken ist also angesagt. 

23.11.2009

"Kein" Schwein gehabt bzw. zwei Schweine zu wenig. Beim gestrigen "dead or alive"-Slam in der schmucken Frankenstadt Schweinfurt haben mir eben diese beiden kleinen Porzellanschweine zum Sieg gefehlt. Dafür gab es nach dem Slam anerkennende Worte der Kollegen und Lob von den Besuchern. Das ist natürlich mehr für das Herz und auch nachhaltiger als ein Siegerscheck. Insgesamt haben die lebenden Dichter die Schlacht für sich entscheiden können, auch wenn es ziemlich knapp war. Manfred Manger hatte diese Veranstaltung wieder bestens organisiert und deshalb gibt es auch überhaupt nichts zu bemängeln. Es war einfach schön und wer weiß, vielleicht finde ich wieder den Weg nach Schweinfurt, auch wenn es nicht gerade "um die Ecke" ist.

16.11.2009

Ich bin wieder zu Hause, zurück von einer absolut grandiosen Nord-Tour. 5 Poetry Slams in 4 Tagen. Lüneburg, Kiel (2x), Hamburg und Flensburg. Björn Högsdal und Jan-Oliver Lange hatten mich eingeladen und waren perfekte Gastgeber. Ich möchte jetzt auch auf keinen Fall bestimmte Veranstaltungen herausheben, weil jeder einzelne Poetry Slam ein ganz bestimmtes Flair und Ambiente besaß. Wer es aber laut und euphorisch mag, sollte einmal nach Flensburg fahren. Was sich da an Stimmung zusammenbraut, lässt sich nicht in Worte fassen. Ich stand nur noch mit offenem Mund hinter der Bühne. Ein wahres Fest war auch der Auftritt im Zeise Kino zu Hamburg. In jeder einzelnen Minute spürte man, dass dort nur die Großen der Szene auf der Bühne stehen. Und ich war sogar im Finale ... man war ich aufgeregt. In Kiel konnte ich am Donnerstag sogar gewinnen, was nach einer mehr oder weniger langen Durststrecke auch mal wieder ganz schön war. Insgesamt hatte ich aber vor allem deshalb eine Menge Spaß, weil ich mit tollen Menschen unterwegs war und vor unglaublich vielen Menschen meine Texte präsentieren konnte. An dieser Stelle ein fettes Dankeschön an Björn, Jan-Oliver und unseren Reiseleiter Moritz, die eine perfekte Organisation abgeliefert haben und die dafür sorgten, dass man sich als Slammer einfach wohl gefühlt hat. Viele liebe Grüße an Micha El Göhre, Moritz Kienemann, Schriftstehler, Sabrina, Thomas Langkau und alle anderen, die mit mir alle oder einige unserer Tourstationen bestritten haben. Man sieht sich...

 

 

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